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Balingen als Prüfstein, Balinger Bahnhofstraße umgestaltet

Gelungene Neugestaltung der Bahnhofstraße in Balingen – eine komplizierte und schwierige, aber gelungene Maßnahme.

Premiere erfolgreich – Die Erwartungen wurden übertroffen
Das Besondere an dem Projekt „Neugestaltung der Bahnhofstraße“ war für Kovacic Ingenieure, dass es sich hierbei um den ersten großen Auftrag der Stadt Balingen handelte und dieser als Prüfstein seitens der Verwaltung angesehen wurde. Die Ingenieure waren mit der Ausführungsplanung und der örtlichen Bauleitung beauftragt. Baudezernent Ernst Steidle bemerkt voller Lob: „Schönes Projekt, perfekte Planung und super Abwicklung im innerstädtischen Bereich.“ Am 22. November 2008 wurde die Bahnhofstraße nach achtmonatiger Bauzeit wieder eröffnet und für den Verkehr frei gegeben.

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Die Neugestaltung ist zeitplangerecht vollendet worden
Wie überall drehte sich auch hier in Balingen neben der geforderten Qualität alles um die Einhaltung der engen Termine. Nachdem Anfang März 2008 die Baustelle eröffnet wurde, stand bereits der Endtermin als fixer Vertragsbestandteil fest: Ende November, unmittelbar vor der Adventszeit und vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes. Dieser Fertigstellungstermin konnte punktgenau eingehalten werden.

Harmonisch verbunden
Die Neugestaltung der Bahnhofstraße umfasste die Verlängerung der innerstädtischen Fußgängerzone Friedrichstraße, die seit etwa fünf Jahren in ihrer bestehenden Form existiert. Ziel war es, die Bahnhofstraße in ihrer gestalterischen Ausprägung in das in der Friedrichstraße begonnene Gestaltungskonzept einzubinden und fortzuführen. Dieser Abschnitt der Bahnhofstraße wurde im Zuge der Neustrukturierung der Verkehrsführung als verkehrsberuhigte Zone ausgebaut. Dies führte im Ergebnis neben einer deutlichen Lärmreduzierung auch zu einer verstärkten Verkehrssicherheit im innerstädtischen Bereich.

Technische Herausforderungen – Viele Schritte ebnen den Weg
Im Rahmen der Baumaßnahme wurden neben der Neugestaltung der Straße auch neue Abwasserkanäle, Wasserleitungen, Gasleitungen und verschiedene Versorgungsleitungen diverser Versorgungsunternehmen verlegt sowie die bestehenden Hausanschlüsse erneuert.
Wesentliche Bestandteile der Baumaßnahme waren die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes der Heilig-Geist-Kirche sowie das Anlegen des neuen Kreisverkehrsplatzes am Kreuzungspunkt zur Friedrichstraße.

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Arbeiten am offenen Herzen – Das alltägliche Leben „pulsierte“ weiter
Die Bauleitung war in hohem Maße darin gefordert, sämtliche Maßnahmen bei laufendem Betrieb zu realisieren.
Dies führte zu einem hohen Koordinations- und Organisationsaufwand im Vergleich mit ähnlich gelagerten Projekten. Hinzu kamen noch die Aufrechterhaltungen verschiedener Notversorgungen; beeinträchtigt wurden die Arbeiten zudem durch eine Gashauptleitung, welche in Längsrichtung durch die gesamte Bahnhofstraße führte.
Da es sich bei der Baumaßnahme um die Verlängerung der innerstädtischen Fußgängerzone handelte, war insbesondere darauf zu achten, dass die anliegenden etwa 30 Einzelhändler während der Baumaßnahme weiterhin ihren Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten konnten. Voraussetzungen waren das fußgängige Erreichen der Geschäfte durch die Kunden sowie die Belieferung mit Waren. Der übliche Pkw-Verkehr im Baufeldbereich wurde deshalb verboten, der Fußgänger- und Individualverkehr wurde jedoch weiterhin gewährleistet. Hierbei war der Gefahrenausschluss für Fußgänger, ältere Passanten und spielende Kinder zu beachten, da mit unebenen Fußwegen und Baustellenverkehr zu rechnen war.

Wie füreinander geschaffen – Der „alte“ Lindenbaum vor dem „verjüngten“ Kirchenvorplatz
Eine weitere Aufgabe für Kovacic Ingenieure bestand darin, den Kirchenvorplatz der Heilig-Geist-Kirche, der sich direkt an die Friedrichstraße anschließt, neu zu gestalten und in das Gesamtkonzept einzubinden. Da sich vor der Kirche eine alte Linde befindet, die auch eine starke emotionale Bedeutung für die Kirchengemeinde hat, musste die erforderliche Baumaßnahme außerordentlich sensibel angegangen werden, da der Kirchenvorplatz als Teil des Innenstadtbereichs und damit auch zur Attraktivität des Wohnumfelds der Menschen gesehen wird. Das Wurzelwerk der Linde musste von Hand freigelegt werden, die Wurzelgröße als auch die Kronengröße einander angepasst, sehr vorsichtig abgetrennt, verkleinert und schonend gepflegt werden.
„Gar vieles könnte der mächtige Baumriese aus der Balinger Geschichte erzählen … nun auch von der gelungenen Neugestaltung der Bahnhofstraße.“
Eine Besonderheit stellt der Gehwegbelag dar, der mit speziellen Betonsteinplatten ausgeführt wurde. Nachdem die Stadt die obersten 5 mm der Platten in einer bestimmten Körnung, Struktur und Farbe ausführen ließ, fand das Produkt als „Stein Balingen“ sogar Eingang im Sortiment des Herstellers.

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Baustelle als Chance für gute Nachbarschaft – Hand in Hand ein gewaltiges Pensum geschafft
Ein weiterer Erfolgsfaktor für die gelungene Abwicklung der Baustelle waren die durch Herrn Musen, Bauleiter der Kovacic Ingenieure, angeregten Baustellenfeste. Des Öfteren traf man sich bei schönem Wetter zu einer „Hockete“ im Innenhof eines Nachbarn. Hier begegneten sich Bauausführende, Planer, Anwohner und Geschäftsleute. Während die Einen die Getränke spendeten, sorgten Andere für Grillfleisch und wieder Andere für die Brezeln. Ein besonderer Dank von Kovacic Ingenieure gilt hier dem Ansprechpartner der Stadt Balingen, Herrn Spitzl, den Stadtwerken, der ausführenden Firma Stumpp, sowie den Anwohnern für die gelungene Umsetzung der Maßnahme, auch als Ergebnis eines gegenseitigen Respektierens der unterschiedlichen Bedürfnisse.